Als ich in Byron ankam, wurde ich von der netten Receptionistin
direkt beim Bus abgeholt, kreativerweise hatte sie sogar ein Surfboard dabei,
ist halt einfach cooler J.
Nachdem ich das Zimmer bezogen hatte, gab es das erste Wiedersehen. Ich hatte
per Zufall (mehr oder weniger) das selbe Hostel wie mein „Bruder“ Pim aus
Holland gebucht. Da er am Abend abreiste, nutzen wir die Zeit und relaxten mit
drei anderen Holländern und einer Kanadierin am Strand. Da er um 21 Uhr auf den
Greyhoundbus musste, bin ich dann nur mit Inge aus Holland und Sable aus Canada
in die berüchtige und berühmte Bar von Byron.
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| Byron Bay |
Nach einer eher unruhigen Nacht, der englische Zimmerkollege hat unser
Zimmer mehrmals irrtümlich mit der Toilette verwechselt, spazierte ich dann bei
prachtvollem Wetter zum berühmten Leuchtturm. Auf dem Rückweg wurde ich von
einem älteren Herrn angehauen, ob ich ein offen sei für ein Abenteuer. Er
zeigte auf die am Himmel vorbeiflitzenden Deltasegler, Hang-Glider in Englisch,
doch ich zuckte eher zusammen und wollte schon weiterlaufen… Nun ja, wollte…5
Minuten später hing ich schon an diesem Deltasegler. Ich wollte schon ewigs mal
Gleitschirmfliegen, doch habs irgendwie nie geschafft. Keine Ahnung, wieso
genau ich spontan zusagte, aber ist ja auch egal. Wir handelten einen guten
Preis aus und ich genoss einen sagenhaften Ausblick über Byron, die Küste und
natürlich den Leuchtturm, und das erst noch für fast 40 anstatt üblichen 20
Minuten. Da der Wind offenbar perfekt war, war es sogar möglich um den
Leuchtturm herumzufliegen und Sekunden danach über den Kliffs wieder umzudrehen.
Es war einfach nur GENIAL. Der Deltasegler ist so ein komisches Gestell und man
hängt regelrecht waagrecht in einem Beutel an diesem Teil. Zudem ist es
superleicht lenkbar mit einer Stange, ich durfte auch ein paar Turns machen –
man fühlt sich echt wie ein Vogel. Gelandet wurde dann am Strand und Neill, so
hiess der Guide der schon seit über 23 Jahren ein Vogelleben führt, fuhr mich
dann auch noch persönlich zurück in die Stadt. Am Abend genoss ich noch mit
Jasper und Nick aus Holland das hosteleigene BBQ – sehr lecker wie immer.
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| Hang-Gliding in Byron Bay |
Am nächsten Morgen musste dann wieder mal früher raus. Es
ging nach Nimbin, der Kifferhauptstadt schlechthin. Ich buchte eine Tagestour
bei Jim, der uns in einem ca 200 jährigen Bus in die Hippiestadt fuhr. Ok Stadt
ist übertrieben, eigentlich ist es nur eine Strasse. Alle 5 Sekunden wird man
angesprochen, ob man irgendwas zu rauchen kaufen möchte. Mit einer Engländerin
habe ich mir dann aber nur die berüchtigten Cookies gekauft. Trotz Warnungen
von Jim, wir sollen nur 1 Cookie essen, haben wir es gewagt sagenhafte 1,5
Cookies zu essen. Offenbar hat am Vortag einer nach 3 Stück die ganze Rückfahrt
lachend auf dem Bus-Boden verbracht. Aber eben, auch nach einer Stunde konnte
ich nicht wirklich etwas fühlen, Marihuana spricht mich offenbar einfach nicht
an J Mit lustiger Musik und
teilweise strahlenden Gesichtern (die hatten offenbar nicht nur Cookies
probiert) ging es auf der kurvenreichen Strecke wieder zurück nach Byron. Dort
wurde dann in der selben Bar mit den Holländern und ca. 20 Däninnen und Dänen
der Abend gefeiert. Einer der Dänen war wohl der Mensch mit dem grössten
Multikulti Hintergrund den ich je kennengelernt hatte. Er war ein Gemisch aus
Indianer, Däne, Thailänder, Aboriginie und Australier J
Am nächsten Morgen ging es weiter nach Coolangatta, dem
berühmtesten und besten Surfspot der Ostküste. Am Busstop traf ich dann auf
Lewis aus Lausanne, der nach 5 Monaten Asien jetzt in Australien herumreist.
Wir gingen spontan zum Strand und relaxten den ganzen Tag und schauten den
Surfern auf den geschmeidigen und kraftvollen Wellen zu. Obwohl man bis nach
Surfers Paradies sehen konnte (siehe Foto unten), das wirkliche Surfer Paradies ist in
Coolangatta.
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| Coolangatta |
Das bestätigte sich dann am nächsten Tag nochmals, die Wellen in
dieser Wolkenkratzer-Stadt sindn nämlich unbrauchbar, der Städtenamen ist ein Witz J
Nun, als ich spätabends im Hostel ankam, wollte ich eigentlich nur noch ins
Bett, ich war so müde. Aber wieder mal kam alles anders… Gerade als ich mein
Zimmer betreten wollte, sah ich die 4 deutschen Jungs, die ich in Yamba mal in
einer Bar angetroffen hatte. Sie überredeten mich schlussendlich mit dem Hostel
noch ein bisschen wegzugehen. Als wir vor dem Hostel warteten, kam mir noch
Philipp entgegen, den ich auf der Great Ocean Road Tour kennengelernt habe. Und
in der Bar traf ich schlussendlich auch noch Gemma aus London wieder, die ich
paar Tage vorher mal in Byron kennengelernt hatte. Es ist einfach unglaublich,
wie oft man die Leute wieder antrifft, da alle in die selbe Richtung reisen. Es
war einfach nur lustig und es bestätigte sich wieder einmal, dass spontane
Abende einfach immer die besten sind. Ansonsten hat mir Surfers Paradies aber
nicht wirklich zugesagt. Es hat alles so künstlich und extrem touristisch auf
mich gewirkt. Wenn du durch die Stadt läufts wirst du immer wieder angehalten
und gefragt ob du nicht eine Tour im Aquarium, Spiegelgarten oder eine Pubtour
buchen möchtest. Der einzige Vorteil – es hat ein paar coole und preisgünstige
(Surfer-) Shops. Mein Rucksack ist ein ein bisschen voller…
Nach 3 Nächten war ich dann erlöst und mein Greyhoundbus
brachte mich via Brisbane nach Mooloolaba, einer kleinen Stadt am Strand kurz
vor Noosa. Ich finde es auch spannend mal kleinere und nicht so überlaufene
Orte an der Ostküste zu besuchen. Jedoch gefiel es mir nicht so gut wie Yamba
oder Coolangatta und ich nahm am nächsten Morgen den zweiten Bus nach Noosa.
Der erste war nur an mir vorbeigefahren, glücklicherweise fuhr 2 Stunden später
nochmals einer…



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