Samstag, 7. April 2012

29.3.12 – 06.4.12 Yamba – Byron Bay – Surfers Paradies - Noosa

Als ich in Byron ankam, wurde ich von der netten Receptionistin direkt beim Bus abgeholt, kreativerweise hatte sie sogar ein Surfboard dabei, ist halt einfach cooler J. Nachdem ich das Zimmer bezogen hatte, gab es das erste Wiedersehen. Ich hatte per Zufall (mehr oder weniger) das selbe Hostel wie mein „Bruder“ Pim aus Holland gebucht. Da er am Abend abreiste, nutzen wir die Zeit und relaxten mit drei anderen Holländern und einer Kanadierin am Strand. Da er um 21 Uhr auf den Greyhoundbus musste, bin ich dann nur mit Inge aus Holland und Sable aus Canada in die berüchtige und berühmte Bar von Byron. 
Byron Bay

Nach einer eher unruhigen Nacht, der englische Zimmerkollege hat unser Zimmer mehrmals irrtümlich mit der Toilette verwechselt, spazierte ich dann bei prachtvollem Wetter zum berühmten Leuchtturm. Auf dem Rückweg wurde ich von einem älteren Herrn angehauen, ob ich ein offen sei für ein Abenteuer. Er zeigte auf die am Himmel vorbeiflitzenden Deltasegler, Hang-Glider in Englisch, doch ich zuckte eher zusammen und wollte schon weiterlaufen… Nun ja, wollte…5 Minuten später hing ich schon an diesem Deltasegler. Ich wollte schon ewigs mal Gleitschirmfliegen, doch habs irgendwie nie geschafft. Keine Ahnung, wieso genau ich spontan zusagte, aber ist ja auch egal. Wir handelten einen guten Preis aus und ich genoss einen sagenhaften Ausblick über Byron, die Küste und natürlich den Leuchtturm, und das erst noch für fast 40 anstatt üblichen 20 Minuten. Da der Wind offenbar perfekt war, war es sogar möglich um den Leuchtturm herumzufliegen und Sekunden danach über den Kliffs wieder umzudrehen. Es war einfach nur GENIAL. Der Deltasegler ist so ein komisches Gestell und man hängt regelrecht waagrecht in einem Beutel an diesem Teil. Zudem ist es superleicht lenkbar mit einer Stange, ich durfte auch ein paar Turns machen – man fühlt sich echt wie ein Vogel. Gelandet wurde dann am Strand und Neill, so hiess der Guide der schon seit über 23 Jahren ein Vogelleben führt, fuhr mich dann auch noch persönlich zurück in die Stadt. Am Abend genoss ich noch mit Jasper und Nick aus Holland das hosteleigene BBQ – sehr lecker wie immer.
Hang-Gliding in Byron Bay
Am nächsten Morgen musste dann wieder mal früher raus. Es ging nach Nimbin, der Kifferhauptstadt schlechthin. Ich buchte eine Tagestour bei Jim, der uns in einem ca 200 jährigen Bus in die Hippiestadt fuhr. Ok Stadt ist übertrieben, eigentlich ist es nur eine Strasse. Alle 5 Sekunden wird man angesprochen, ob man irgendwas zu rauchen kaufen möchte. Mit einer Engländerin habe ich mir dann aber nur die berüchtigten Cookies gekauft. Trotz Warnungen von Jim, wir sollen nur 1 Cookie essen, haben wir es gewagt sagenhafte 1,5 Cookies zu essen. Offenbar hat am Vortag einer nach 3 Stück die ganze Rückfahrt lachend auf dem Bus-Boden verbracht. Aber eben, auch nach einer Stunde konnte ich nicht wirklich etwas fühlen, Marihuana spricht mich offenbar einfach nicht an J Mit lustiger Musik und teilweise strahlenden Gesichtern (die hatten offenbar nicht nur Cookies probiert) ging es auf der kurvenreichen Strecke wieder zurück nach Byron. Dort wurde dann in der selben Bar mit den Holländern und ca. 20 Däninnen und Dänen der Abend gefeiert. Einer der Dänen war wohl der Mensch mit dem grössten Multikulti Hintergrund den ich je kennengelernt hatte. Er war ein Gemisch aus Indianer, Däne, Thailänder, Aboriginie und Australier J

Am nächsten Morgen ging es weiter nach Coolangatta, dem berühmtesten und besten Surfspot der Ostküste. Am Busstop traf ich dann auf Lewis aus Lausanne, der nach 5 Monaten Asien jetzt in Australien herumreist. Wir gingen spontan zum Strand und relaxten den ganzen Tag und schauten den Surfern auf den geschmeidigen und kraftvollen Wellen zu. Obwohl man bis nach Surfers Paradies sehen konnte (siehe Foto unten), das wirkliche Surfer Paradies ist in Coolangatta.

Coolangatta

Das bestätigte sich dann am nächsten Tag nochmals, die Wellen in dieser Wolkenkratzer-Stadt sindn nämlich unbrauchbar, der Städtenamen ist  ein Witz J Nun, als ich spätabends im Hostel ankam, wollte ich eigentlich nur noch ins Bett, ich war so müde. Aber wieder mal kam alles anders… Gerade als ich mein Zimmer betreten wollte, sah ich die 4 deutschen Jungs, die ich in Yamba mal in einer Bar angetroffen hatte. Sie überredeten mich schlussendlich mit dem Hostel noch ein bisschen wegzugehen. Als wir vor dem Hostel warteten, kam mir noch Philipp entgegen, den ich auf der Great Ocean Road Tour kennengelernt habe. Und in der Bar traf ich schlussendlich auch noch Gemma aus London wieder, die ich paar Tage vorher mal in Byron kennengelernt hatte. Es ist einfach unglaublich, wie oft man die Leute wieder antrifft, da alle in die selbe Richtung reisen. Es war einfach nur lustig und es bestätigte sich wieder einmal, dass spontane Abende einfach immer die besten sind. Ansonsten hat mir Surfers Paradies aber nicht wirklich zugesagt. Es hat alles so künstlich und extrem touristisch auf mich gewirkt. Wenn du durch die Stadt läufts wirst du immer wieder angehalten und gefragt ob du nicht eine Tour im Aquarium, Spiegelgarten oder eine Pubtour buchen möchtest. Der einzige Vorteil – es hat ein paar coole und preisgünstige (Surfer-) Shops. Mein Rucksack ist ein ein bisschen voller…
Nach 3 Nächten war ich dann erlöst und mein Greyhoundbus brachte mich via Brisbane nach Mooloolaba, einer kleinen Stadt am Strand kurz vor Noosa. Ich finde es auch spannend mal kleinere und nicht so überlaufene Orte an der Ostküste zu besuchen. Jedoch gefiel es mir nicht so gut wie Yamba oder Coolangatta und ich nahm am nächsten Morgen den zweiten Bus nach Noosa. Der erste war nur an mir vorbeigefahren, glücklicherweise fuhr 2 Stunden später nochmals einer…




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