Nun der Bericht zu Sydney. Wie schon erwähnt zeigte mir Ria
an den ersten beiden Abenden die Stadt. Wir marschierten zum Darling Harbour,
Opera House, Central, etc. War mal cool eine Stadt zuerst bei Nacht zu sehen.
Tagsüber bin ich dann alleine zum Bondibeach und nach Manly gefahren. Da habe
ich schöne Strände, idyllische Küstenwege und köstliche Glacestände angetroffen.
Danach habe ich dann mal ins Hostel gewechselt, wollte doch auch nicht immer
Ihre Zeit beanspruchen, zudem war es auch wieder mal bequem in einem richtigen
Bett zu schlafen. Am Samstag war dann passenderweise St. Patrick’s Day. Wie
erwartet tanzte da der Bär doch ziemlich heftig. Im Hostel
fand sich eine Gruppe aus 2 Amerikanern und 3 Deutschen Mädels zusammen.
Phil, der eine Amerikaner ist gerade arbeitslos und reist ein bisschen durch
die Welt. Sein letzter Job: Pokerspieler in Las Vegas J Wir erkundeten ein wenig die
Bar’s in Kings Cross und landeten schliesslich in einem vollen (ich meine das
Pub) Irish Pub direkt in der Nähe von unserem Hostel… J
Am Sonntag war dann komischerweise ein bisschen ausschlafen
angesagt. An den letzten beiden Tagen habe ich nochmals mit Ria ein bisschen
die Stadt erkundigt. Unteranderem führte Sie mich in das stadtbekannte
malaysianische Restaurant Mamak in der Nähe von Chinatown. Die Schlange auf der
Strasse (!) deutete nochmals darauf hin, wie gut das Restaurant sein muss. Nach
einer halben Stunde wurde uns dann ein Tisch zugestellt und wir genossen ein
wirklich absolut geniales Nachtessen und ein noch genialeres Dessert (Roti,
super-ultra-dünner Blätterteig mit viel Zucker, Kokos und Vanilleglace) zu
einem noch viel genialeren Preis-Leistungsverhältnis. Absolut zu empfehlen.
Eigentlich wollte ich auch noch zu den Blue Mountains fahren. Leider war aber
das Wetter (wie offenbar den ganzen Sommer schon) sehr wechselhaft. So
entschloss ich mich auf die „Berge“ zu verzichten. Am letzten Tag traf ich beim
Opernhaus die Koreanerin Joo, die gerade erst in Sydney angekommen ist und
nicht wirklich wusste was machen. Wir entschlossen uns spontan einen
Hamburgerladen auszuprobieren, bevor sich unsere Wege dann bereits wieder
trennten. Immer wieder lustig, was für reisewütige Leute man trifft. Die meiste
Zeit verbrachten wir damit, wie Sie mir Fotos von Ihrer Reise in die Schweiz
zeigte.
Am Abend hiess es dann leider Abschied nehmen von den beiden
Amerikanern, vielleicht treffe ich Phil dann in Vegas wieder, falls er gerade
etwas Geld braucht. Auch von Ria musste ich mich verabschieden, war echt cool
von einer Einheimischen durch die Stadt geführt zu werden. Am nächsten Morgen
um 6 Uhr musste ich dann bereits los in Richtung Greyhound Busterminal. Auf dem
Weg traf ich dann die 2 deutschen Mädels wieder, die auch am St. Patrick’s Day
dabei waren. Wir waren lustigerweise auf dem selben Bus. Nach 7 Stunden (die
sich aber nur wie 3 angefühlt haben) hatte ich dann meine erste Greyhound Fahrt
hinter mir. War echt gemütlich und eine angenehme Art zu Reisen. Meine erste
Destination hiess Port Macquarie. Trotz Regen (ja ihr habt richtig gelesen)
habe ich mit mit Emma, Cat (England) und 2 deutschen Mädels die Stadt
angesehen. Nun ja, viel war aber nicht zu tun und so versüssten wir uns den
Abend mit Billiard spielen im Hostel. Am nächsten Tag ging ich spontan mit dem
Besitzer vom Hostel ein bisschen surfen. War schön nach fast einem Jahr wieder
mal auf dem Brett zu stehen. Allerdings hatte ich doch ziemlich Mühe in die
Gänge zu kommen. Am Nachtmittag besuchte ich noch das Kuala Spital im Ort. Es
soll das einzige sein auf der ganzen Welt. War ganz hübsch gemacht und die
herzigen Tiere sahen trotz Autounfällen, Selbstmordversuchen, etc noch ganz
lebendig aus. Im Gegensatz zu den freilebenden Tieren haben Sie sich richtig
viel bewegt.
| Koala Hospital |
Mein nächster Stopp war dann ein Surfcamp in irgendeinem
Kaff zwischen Coffs Harbour und Byron Bay. Schon in den ersten Minuten konnte
ich feststellen was mich erwartet, ca. 200 jüngere Leute (vorallem weiblich)
aus nördlichen Gefilden von Europa waren in diesem Camp. War ganz lustig,
leider waren die Surfsessions nicht sooo lange. Allerdings war das Essen
gigantisch und die ganze Atmosphäre war nett. Das Tipi Zelt durfte ich mit 2
Aargauerinnen teilen, die in Surfers Paradies im Sprachaufenthalt waren.
Als nächstes stand Yamba auf dem Programm. Dieser kleine Ort
wurde mir von einer Kollegin wärmstens empfohlen. Da der Greyhound-Bus am Abend
nur in einen Nachbarsort fuhr, wurde ich (und 2 andere Reisende) dankbarerweise dort abgeholt. Auf dem Weg hat
uns der Besitzer bereits über den geheimnisvollen Ort Yamba aufgeklärt. Alle
buchen nur eine oder zwei Nächte und bleiben dann Wochen oder Monate. Und ich
muss sagen, der erste Eindruck war echt super.
Als ich dann an der Rezeption eincheckte wurde ich darauf hingewiesen,
dass ich um 21 Uhr bereit sein muss, da dann der Bus von einer Bar das halbe
Hostel abhole. Ich sagte spontan zu und es war ein Start in einen
unvergesslichen Yamba Aufenthalt. In der Bar lernte ich den Holländer Pim
kennen. Da wir lustigerweise ziemlich ähnlich gekleidet waren spielten wir den
ganzen Abend Zwillinge und der eine oder andere hat es tatsächlich geglaubt.
Mit dem Shuttlebus von der Bar ging es wieder zurück. Nun ja, nach einem
längerem Schlaf genossen Pim, Jade und Natalie (beide England) am Sonntag die
paar Sonnenstrahlen am lokalen Strand. Am folgenden Tag nach einer
morgendlichen Surfsession mit dem Hostelbesitzer, stand dann die Tour durch
Yamba auf dem Programm. Er zeigte uns alle Strände (9 Stück…) und ein paar
andere Leckerbissen. Der Höhepunkt war dann allerdings das Klippenspringen in
einen natürlichen Pool direkt am Meer. Ob es dann wirklich über 20m waren wie
der Tourguide (übrigens wieder der Hostelbesitzer) behauptete, wage ich aber zu
bezweifeln. Am Dienstag habe ich mir dann am Strand den Sonnenuntergang und die herumspringenden
Delfine angeschaut, eigentlich unglaublich, in Neuseeland habe ich noch viel
Geld für eine Delfin-Bootsfahrt ausgegeben J
Ich verlasse Yamba mit
einem weinenden Auge. Ich habe viele nette Leute kennengelernt und der Ort
selber ist einfach nur wunderschön. Das Hostel ist wohl eines der besten wo ich
je gesehen habe. Ich habe Verständnis für all die Leute die hier rumhängen oder
planen wieder zurückzukommen. Ich hatte am Anfang auch nur 2 Nächte gebucht und
bin schlussendlich 5 geblieben. Yamba ist neben dem Outback bis jetzt der
Höhepunkt meiner Australienreise. Jetzt relaxe ich noch ein bisschen, bevor es
dann Morgen nach Byron Bay geht.
| Yamba Mehr Fotos https://picasaweb.google.com/105014860266566888660/Australia?authuser=0&authkey=Gv1sRgCOrA99Weu9mooQE&feat=directlink&fgl=true&pli=1# |
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