Den letzten Abend in Adelaide habe ich zusammen mit 3
Deutschen und einer Engländerin verbracht, die auf der selben Tour waren. Wir
kochten uns ein wunderbares Dinner mit Kartoffeln, Schnitzel und Pilzsauce.
Spätabends hiess es dann Abschied nehmen und kurz nach 6 Uhr stand ich dann
bereits wieder vor dem Hostel. Der Tourguide musste dann zuerst mal einen Freiwilligen
finden, der nach Alice Springs geflogen werden möchte und die Tour von der
anderen Seite machen möchte, da der Bus überbucht war. Ich habe auf die Gratistour und Herumfliegerei
verzichtet, glücklicherweise hat sich eine andere Reisende geopfert. Somit
konnte das Abendteuer gestartet werden. Auf den ersten Blick musst ich
feststellen, dass der Altersschnitt doch bedeutend höher ist als bei der letzten
Tour, zudem auffällig viele Pärchen, es
sah noch ein bisschen mehr Schlaf und weniger Spass aus J Nach einem kurzen
Zwischenstopp in einer grösseren Ortschaft ging es direkt zu unserem temporären
Aufenthaltsort – Quorn. Wir übernachteten dort für 2 Nächte. Noch am selben Tag
wanderten wir 1,5 Stunden auf einen Berg Namens Dutchmens Stern. Dort genossen
wir den wunderbaren Ausblick über die doch schon sehr ausgetrocknete Region.
Kaum vorstellbar, offenbar soll es aber vor einer Woche noch so heftig geschüttet
haben (wie seit 15 Jahren nicht mehr), dass die Tour nicht ordnungsgemäss
durchgeführt werden konnte. Wir hatten aber das Glück, dass es durch diese
Regenfälle das Outback extrem abgekühlt hatte. Gemäss Guide hatten wir die
beste Woche seit Jahren erwischt. Anstatt 45 Grad (oder 15 Grad und Regen)
sollen wir durchgehend 25 – 30 Grad mit Sonnenschein haben. Auf der Wanderung
haben wir schon wieder viele herumhoppelnde Kängurus gesehen. Es gab auch noch
eine kurze Instruktion wie man sich bei einer Schlangenbegegnung verhalten
sollte. Ich habe aber glücklicherweise keine entdeckt. Nach dieser Tortur (ok
ich bin schon lange nicht mehr bei 30 Grad gewandert) genossen wir im örtlichen
Cafe eine Lasagne mit Pommes Frites, auch mal was Neues. Der gesamte Ort wirkt
wie ein Museum. Herzige antike Läden reihen sich aneinander, nur Leute sah man
keine. Am nächsten Tag stand schon wieder Wandern auf dem Programm. Insgesamt
waren 6 Schweizer auf der Tour und somit ergab sich dann lustigerweise eine rein
schweizerische Wandergruppe, da wir alle die leichtere Wanderung vorzogen J Eine Bernerin, ein
innerschweizer Pärchen und 2 Girls aus der Ostschweiz, alle etwa im selben
Alter. Glücklicherweise ist auch noch eine nette holländische
Austauschstudentin und ein Pärchen aus Australien auf der Tour, somit kann ich
doch täglich meine Portion Englisch sprechen. Nachdem das Team Schweiz den
Aussichtpunkt erklommen hatte, konnten wir uns ein bisschen erholen, da der
Rest für die härtere Wanderung doch ein weniger länger benötigte. Zudem
besuchten wir auch noch eine alte Ruine und Aboriginal- (Uhreinwohner)
Zeichnungen an roten Felswänden. Nach einem feinen Nachtessen mit
Känguru-Schnitzel (top ! ) ging es ohne Wassermelone ins Bett, auch mal gut.
Am nächsten Tag gig es Richtung Cober Pedy, der Opal
Hauptstadt von Australien. Schon von weitem sah man die riesigen Gruben. Da es
in dieser Region doch meistens sehr heiss ist, kamen die cleveren Einwohner auf
die Idee, die Häuser in den ausgegrabenen Höhlen zu bauen. Somit haben sie
konstant 25 Grad. Wir nutzten dies auch aus und übernachteten ebenfalls in
einer solchen Unterkunft unter der Erde. Neben der angenehmen Temperatur ist es
auch absolut dunkel da drin. Am nächsten Tag schaften wir es nur zu einer
Kängurufütterung(inkl. Baby Känguru) da es mit über 36 Grad einfach zu heiss
war, um etwas zu machen. Wir gingen aber eh bald weiter und übernachteten das
erste Mal unter freiem Himmel irgendwo in der australischen Pampa. Wir bekamen
einen sogenannten Swag (grosser Schlafsack mit eingebauter Matratze) als
Feldbett. War absolut eindrücklich und ich habe nicht mal so schlecht
geschlafen da drin.
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| Swag |
Dann ging es dann endlich los Richtung Uluru, vielleicht bei
uns besser bekannt als Ayers Rock. Mir persönlich hat aber der Kata Tjuta, direkt
danebengelegen, fast noch besser gefallen. Der Sonnenuntergang hat zwar nicht
perfekt funktioniert, der Marsch um den ganzen Uluru herum (ca 11 km)war aber
sehr eindrücklich. Wiederum haben wir in unserem Swag ganz in der Nähe von
diesem heiligen Berg übernachtet. Am Abend genossen wir auch noch ein leckers
BBQ mit Kängurufleisch und Kamelwürsten.
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| Uluru um 6 Uhr Morgen |
Als letztes Ziel vor Alice Springs wanderten wir zum Kings
Canyon. Dieser eindrückliche Canyon wurde durch ein Erdbeben so gemacht und
sieht im Zusammenspiel mit Sonne und rotem Fels einfach genial aus. Kurz vor
Alice Springs konnten wir dann noch kurz auf einem Kamel reiten, wusste gar
nicht dass Australien am meisten freilebende Kamele hat und diese sogar nach
Arabien exportiert (!).
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| Kings Canyon |
Dann hiess es dann schon Abschied nehmen von dieser Gruppe.
Trotz vielen Schweizern hatten wir es echt gut und wir genossen noch einen
letzten tollen Abend in Alice Springs. Am Morgen flog ich dann mit Simona aus
Holland nach Sydney, da wir zufälligerweise den selben Flug gebucht haben.
Neben dem Temperaturunterschied fand ich logischerweise auch eine ganz andere
Stadt vor als Alice Springs, der Wüstenstadt schlechthin. Ich versuchte mich
das erste Mal mit Couchsurfing. Ria aus Sydney, die ich irgendwo in Neuseeland
kennengelernt hatte, hat mir angeboten auf dem Sofa zu schlafen. Ich nutzte
diese Gelegenheit und konnte somit auch gleich ein bisschen Geld sparen.
Glücklicherweise wohnte sie praktisch im Zentrum und sie nahm sich auch Zeit
mir die Stadt zu zeigen. Die letzten Tage bin ich jetzt noch im Hostel und
erkunde die nette Stadt selbstständig, bevor es dann bald losgeht in Richtung
Cairns… Bis Bald.
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