Sonntag, 22. April 2012

16.4.12 – 22.4.12 Rainbow Beach – Airlie Beach – Whitesundays – Magnetic Island – Cairns

Die 15-stündige Busfahrt ging relativ problemlos über die Runden, muss aber schon zugeben, dass es nicht wirklich bequem ist. Der Vorteil ist aber, dass man eine (teure) Hostelnacht einsparen kann und am Morgen früh am Zielort ist. Und somit war ich dann am Montagmorgen in Airlie Beach. Der erste Eindruck war einfach nur genial. Das Wasser ist so wunderschön blau wie wohl nirgends in Australien und am Strand wimmelt es nur so von Palmen. Der einzige Nachteil ist leider einfach, dass baden im Meer ohne Schutzanzug nicht möglich ist. Den Abend liess ich mit Chrissi aus Deutschland und ein paar Canadierinnen aus meinem Zimmer in der Bar neben dem Hostel ausklingen.
Am nächsten Tag startete dann mein Segeltrip. Ich hatte bewusst kein Partyboot mit 50 Leuten gebucht, sondern ein richtiges Segelboot. Somit fanden sich auf der Condor (so hiess das Boot) rund 28 Leute zusammen. Der Mix war einfach nur perfekt. Wir hatten Leute aus Frankreich, Deutschland, Italien, Mexiko, Irland, Schottland, Tel Aviv, London, Amsterdam und Wien auf dem Boot, die nächsten Städtereisen mit Übernachtungsgelegenheit sind bereits in Planung J Die Wettervorhersage hatte eigentlich nichts Gutes angekündigt, doch ca. 10 Minuten nachdem wir den Hafen verlassen hatte kam die Sonne hervor und die Regenwolken verzogen sich. Und das sollte dann auch für den ganzen Trip so bleiben, wir hatten echt Glück. Bald wurden dann auch die Segel hochgezogen und das Boot wurde in extremste Schieflage versetzt. Obwohl ich in einer Segelnation aufgewachsen bin ist es immer wieder eindrücklich zu sehen, wie so ein riesiges Segelboot funktioniert J Unsere Betten waren im Unterdeck und ich schlief auf einer Art Hängematte, 15 cm unter mir, auf der nächsten Ebene, waren dann die nächsten Passagiere platziert. Die Nacht verbrachten wir in einer idyllischen Bucht und genossen ein wunderbares Nachtessen. Der Höhepunkt folgte dann spätabends, als mehrere Delfine ums Boot herumsprangen, einfach nur genial, ich liebe diese Tiere. Obwohl der Sternenhimmel so prachtvoll war wie noch nie in Australien, schlief ich schlussendlich doch in der Hängematte unten, es war zu windig auf dem Deck. Am nächsten Morgen wurde dann der weltbekannte Whiteheaven Beach angesteuert. Das ist ein gigantisch weisser Strand der aus so feinem Sand besteht, dass man die Kamera am besten zu Hause lässt. Danach war dann Schnorcheln auf dem Great Barrier Reef angesagt, für mich persönlich das erste Mal. War ziemlich cool und ich freue mich schon auf weitere Schnorcheltouren auf Fiji. Bei Sonnenuntergang grillierten wir auf dem Boot und liessen den Abend mit der ganzen Gruppe ausklingen. Es entstanden tolle Diskussionen, hatten wir doch zum Beispiel einen Anwalt aus London, einen Hilfswerkmitarbeiter aus Afrika, junge Israelis (die gerade ihren Militärdienst absolviert hatten) und einen mexikanischen Fussballfan dabei.
Segelboot Condor
Offenbar sollen gewisse Leute mehr Pillen gegen Seekrankheit als Steaks gegessen haben, ich hatte zum Glück absolut keine Probleme. Am nächsten Morgen, nachdem nochmal geschnorchelt, Fische gefüttert, eine Höhle und ein Muschelstrand besucht wurden segelten wir leider bereits wieder Richtung Airlie Beach. Es erklärt sich von selbst, dass der Abend nochmals mit der ganzen Gruppe im Küstenort verbracht wurde.
Als nächstes wurde dann Townsville angesteuert, der Ausgangspunkt für Magnetic island. Nachdem die schlimmste Busfahrt von allen (Keine Klimaanlage, kotzende Engländerinnen, tropfende Leitung, mieser Fahrer) beendet war, sprang ich rasch auf die Fähre. Bei strahlendem Sonnenschein und gefühlten 35 Grad wurde die kleine Insel angesteuert. Die Insel besteht praktisch nur aus 3 kleinen Ortschaften, einem Supermarkt, einer Strasse, zwei Hostel und unglaublich vielen Naturhighlights. Zusammen mit Benni (den ich mal in Byron kennengelernt hatte) und 4 anderen Deutschen leihten wir uns einen Roller aus. Damit erkundeten wir die ganze Insel und hatten so viel Spass. Wir fütterten Rockwallabies, genossen die Aussicht vom Fort Hill, trafen auf alte Militärgebäude aus dem zweiten Weltkrieg, beobachteten wilde Koalas und cruisten die ganze Insel ab mit unseren flinken kleinen Motorrädern.
Scooterfahren auf Magnetic Island :-)
Am nächsten Morgen hiess es dann aber schon wieder Abschied nehmen. Die Insel ist wunderschön, aber halt auch nicht wirklich gross. Offenbar ist nur einmal pro Monat was los, nämlich dann wenn die legendäre Vollmondparty steigt, diese habe ich jedoch um eine Woche verpasst. Somit sass ich dann nun zum letzten Mal im geliebten Greyhound Bus und fuhr in Richtung Cairns. Da verbringe ich jetzt noch die restlichen Tage in Australien bevor ich Anfangs Mai nach Fiji fliege. Bis Bald!
Magnetic Island

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