Nun, heute habe ich gerade festgestellt, dass ich nach 3,5 Monaten herumreisen in der Mitte angekommen bin von meinem Trip. Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht… Aber alles von vorne.
Da ich in Mooloolaba 2 Stunden auf den nächsten Bus warten musste, und nicht wirklich etwas zu tun hatte, hatte ich eine grandiose Idee. Mein Ziel war es nun, in jedem Greyhoundbus und Hostel jemanden zu treffen, den ich schon mal auf der Reise getroffen habe. Mal sehen ob ichs bis Cairns schaffe…Im Bus jedenfalls fand ich dann in der letzten Reihe einen Deutschen Sportlehrer, mit dem ich schon mal in Byron weggegangen bin J
In Noosa wurde ich dann von einer netten Amerikanerin am Busterminal abgeholt, da das Hostel ein bisschen ausserhalb ist. Dort angekommen, konnte ich nur noch staunen: 2 Kissen pro Bett, Lounge mit Pool, kostenloser Grillabend, kostenloses Frühstück, grandiose Küche, Free Internet, etc… Ich glaube das beste Hostel wo ich bis jetzt in Australien angetroffen habe. Zum Glück hatte ich 4 Nächte gebucht, zudem war noch Ostern.
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| Flashpackers Hostel in Noosa |
Am Abend genoss ich dann die leckeren Würste vom Grill, und
traff dann Chrissi aus München wieder, die ich schon mal im Bus kennengelernt
hatte. Es fand sich eine lustige Gruppe zusammen und wir verbrachten einen
lustigen Abend in der Lounge. Am Ostersamstag erkundete ich ein bisschen die
herzige Stadt am Strand. Im Bus zurück ins Hostel traf ich den Holländer Tom,
mit dem ich mal zusammen im Surfcamp war. Mit ihm und 10 anderen Leuten gingen
wir am Abend dann noch ein bisschen in die Stadt.
Am Ostersonntag gabs dann ein Wiedersehen mit 2 Girls, die
ich auf der Great Ocean Road Tour kennengelernt hatte. Wir spazierten der Küste
entlang und schauten den Surfern zu, wie sie mit ihren Brettern um die
gefährlichen Felsen herum surften. Koalas haben wir, trotz Ankündigung, leider keine angetroffen. Am Montagmorgen habe
ich mich schon auf einen ruhigen Tag am Pool eingestellt, als plötzlich Tobias,
der Däne mit Wurzeln in 10 verschiedenen Ländern, vor mir stand. Wir gingen
spontan zum Strand und ich kochte am Abend in der genialen Küche Spaghetti Bolognese
für uns.
Dienstags nach Ostern ging es dann zusammen mit Lisa, übrigens die Nichte vom Vapiano Gründer :-) )
mit dem Greyhound Bus nach Rainbow Beach. Viel kann man da nicht machen, es ist
nur der Ausgangspunkt um nach Fraser Island zu gehen. Am Mittwochmorgen um 7
Uhr gings dann los. Wir waren insgesamt 4 Autos und 1 Guide. Somit durften oder
mussten wir auch selber fahren. Das war ganz lustig, denn Fraser Island ist die
grösste Sandinsel der Welt. Logischerweise kommt man da nur mit 4WD Jeeps
vorwärts. War ein ganz spezielles Fahrerlebnis, da du eigentlich nie wirklich
Grip hast, war es ein ganz holpriger und wilder Trip. Am ersten Tag besuchten
wir Lake MacKenzie, ein Frischwassersee inmitten der Insel. Das Wasser war
kristallklar, es war ein wunderschöner Anblick. Die Nacht verbrachten wir
direkt am Strand, Camping ohne Toilette und fliessend Wasser war angesagt.
Zudem konnte man auch das Meerwasser nicht benutzen, da es offenbar nur so
wimmelt von Haien und Quallen im Meer vor Fraser Island. Ein ziemlich betrunkener
Ire von unserer Gruppe liess sich aber nicht davon abhalten, einen kurzen
Sprung ins Meer zu wagen, der Verrückte Typ hat es glücklicherweise überlebt.
Allgemein wurden wir gut unterhalten von 8 Iren, die einen kompletten Wagen
gefüllt hatten und zum Glück nicht selber gefahren sind. Die Jungs bestellten
nämlich 16 Vierliter Boxen Weisswein für diese 3 Tage. Für Unterhaltung war
gesorgt…
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| Sanddünen auf Fraser Island |
Den Rest des Trips verbrachten wir mit Fahren am Strand,
Buschwanderungen zu idylischen Seen und Schwimmen in hellblauen
Frischwasserflüssen. Zudem mussten wir auch selber kochen. Leider hatte es aber
nach 2 Tagen überall Sand. Somit war dann auch der Grillabend ziemlich sandig
im Mund. Es war ein toller Trip, jeder war aber froh nach 3 Tagen wieder in
einem Bett ohne Sand zu schlafen und etwas zu essen wo nicht mit Sand gesalzen
ist. Wir hatten zudem auch eine super Gruppe, 3 Kanadierinnen, 2 Dänen und 2
Französinnen und wir wechselten uns fleissig ab mit Fahren im Sand.
Zurück in Rainbow Beach gab es dann ein ungeplantes
Wiedersehen mit Tom und Tobias. Wir
spazierten dem Strand entlang, und wurden wieder einmal ziemlich nass. Wir
fanden jeweils Unterschlupf in einer Höhle oder einem Picknick Unterstand. Nun
habe ich endgültig verstanden, dass Australien absolut nicht das sonnige und
trockene Land ist, wie alle immer denken. Das sieht man auch immer wieder, wie
grün das Land eigentlich ist.
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| Küste bei Rainbow Beach |
Am Abend feierten wir noch den Geburtstag von Tom, bevor es
am Sonntagnachmittag mit dem Bus Airlie Beach geht, ich habe eine 15 stündige
Busfahrt vor mir… Bis Bald!



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