Samstag, 14. April 2012

7.4.12 – 15.4.12 Noosa – Rainbow Beach (Fraser Island)

Nun, heute habe ich gerade festgestellt, dass ich nach 3,5 Monaten herumreisen in der Mitte angekommen bin von meinem Trip. Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht… Aber alles von vorne.

Da ich in Mooloolaba 2 Stunden auf den nächsten Bus warten musste, und nicht wirklich etwas zu tun hatte, hatte ich eine grandiose Idee. Mein Ziel war es nun, in jedem Greyhoundbus und Hostel jemanden zu treffen, den ich schon mal auf der Reise getroffen habe. Mal sehen ob ichs bis Cairns schaffe…Im Bus jedenfalls fand ich dann in der letzten Reihe einen Deutschen Sportlehrer, mit dem ich schon mal in Byron weggegangen bin J

In Noosa wurde ich dann von einer netten Amerikanerin am Busterminal abgeholt, da das Hostel ein bisschen ausserhalb ist. Dort angekommen, konnte ich nur noch staunen: 2 Kissen pro Bett, Lounge mit Pool, kostenloser Grillabend, kostenloses Frühstück, grandiose Küche, Free Internet, etc… Ich glaube das beste Hostel wo ich bis jetzt in Australien angetroffen habe. Zum Glück hatte ich 4 Nächte gebucht, zudem war noch Ostern.
Flashpackers Hostel in Noosa

Am Abend genoss ich dann die leckeren Würste vom Grill, und traff dann Chrissi aus München wieder, die ich schon mal im Bus kennengelernt hatte. Es fand sich eine lustige Gruppe zusammen und wir verbrachten einen lustigen Abend in der Lounge. Am Ostersamstag erkundete ich ein bisschen die herzige Stadt am Strand. Im Bus zurück ins Hostel traf ich den Holländer Tom, mit dem ich mal zusammen im Surfcamp war. Mit ihm und 10 anderen Leuten gingen wir am Abend dann noch ein bisschen in die Stadt.

Am Ostersonntag gabs dann ein Wiedersehen mit 2 Girls, die ich auf der Great Ocean Road Tour kennengelernt hatte. Wir spazierten der Küste entlang und schauten den Surfern zu, wie sie mit ihren Brettern um die gefährlichen Felsen herum surften. Koalas haben wir, trotz Ankündigung,  leider keine angetroffen. Am Montagmorgen habe ich mich schon auf einen ruhigen Tag am Pool eingestellt, als plötzlich Tobias, der Däne mit Wurzeln in 10 verschiedenen Ländern, vor mir stand. Wir gingen spontan zum Strand und ich kochte am Abend in der genialen Küche Spaghetti Bolognese für uns.

Dienstags nach Ostern ging es dann zusammen mit Lisa, übrigens die Nichte vom Vapiano Gründer :-) ) mit dem Greyhound Bus nach Rainbow Beach. Viel kann man da nicht machen, es ist nur der Ausgangspunkt um nach Fraser Island zu gehen. Am Mittwochmorgen um 7 Uhr gings dann los. Wir waren insgesamt 4 Autos und 1 Guide. Somit durften oder mussten wir auch selber fahren. Das war ganz lustig, denn Fraser Island ist die grösste Sandinsel der Welt. Logischerweise kommt man da nur mit 4WD Jeeps vorwärts. War ein ganz spezielles Fahrerlebnis, da du eigentlich nie wirklich Grip hast, war es ein ganz holpriger und wilder Trip. Am ersten Tag besuchten wir Lake MacKenzie, ein Frischwassersee inmitten der Insel. Das Wasser war kristallklar, es war ein wunderschöner Anblick. Die Nacht verbrachten wir direkt am Strand, Camping ohne Toilette und fliessend Wasser war angesagt. Zudem konnte man auch das Meerwasser nicht benutzen, da es offenbar nur so wimmelt von Haien und Quallen im Meer vor Fraser Island. Ein ziemlich betrunkener Ire von unserer Gruppe  liess  sich aber nicht davon abhalten, einen kurzen Sprung ins Meer zu wagen, der Verrückte Typ hat es glücklicherweise überlebt. Allgemein wurden wir gut unterhalten von 8 Iren, die einen kompletten Wagen gefüllt hatten und zum Glück nicht selber gefahren sind. Die Jungs bestellten nämlich 16 Vierliter Boxen Weisswein für diese 3 Tage. Für Unterhaltung war gesorgt…


Sanddünen auf Fraser Island

Den Rest des Trips verbrachten wir mit Fahren am Strand, Buschwanderungen zu idylischen Seen und Schwimmen in hellblauen Frischwasserflüssen. Zudem mussten wir auch selber kochen. Leider hatte es aber nach 2 Tagen überall Sand. Somit war dann auch der Grillabend ziemlich sandig im Mund. Es war ein toller Trip, jeder war aber froh nach 3 Tagen wieder in einem Bett ohne Sand zu schlafen und etwas zu essen wo nicht mit Sand gesalzen ist. Wir hatten zudem auch eine super Gruppe, 3 Kanadierinnen, 2 Dänen und 2 Französinnen und wir wechselten uns fleissig ab mit Fahren im Sand.

Zurück in Rainbow Beach gab es dann ein ungeplantes Wiedersehen mit Tom  und Tobias. Wir spazierten dem Strand entlang, und wurden wieder einmal ziemlich nass. Wir fanden jeweils Unterschlupf in einer Höhle oder einem Picknick Unterstand. Nun habe ich endgültig verstanden, dass Australien absolut nicht das sonnige und trockene Land ist, wie alle immer denken. Das sieht man auch immer wieder, wie grün das Land eigentlich ist.
Küste bei Rainbow Beach

Am Abend feierten wir noch den Geburtstag von Tom, bevor es am Sonntagnachmittag mit dem Bus Airlie Beach geht, ich habe eine 15 stündige Busfahrt vor mir… Bis Bald!





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