Am Montagmorgen (6.45 Uhr Boot aaargh!) hat es dann geklappt
mit unserer Walbeobachtungstour. Obwohl die Bedingungen gemäss Veranstalter
grenzwertig waren wurde um 7 Uhr in die See gestochen. Nach den ersten heftigen
Wellen wurden die grosszügig verteilten Kotztüten auch schon rege benutzt. Ich
wurde zum Glück verschont. Nach mehreren Fehlversuchen wurden wir gegen Ende
der Tour fündig. Ein riesiger Pottwal schwamm direkt vor uns. Ist doch sehr
eindrücklich ein solch riesiger Fisch vor den Augen zu haben. Danach ging es
direkt weiter nach Nelson. Wir buchten eine Nacht im Hostel und eine Kajaktour,
dazu später mehr. Im Hostel lernen wir den Schweizer Sämu kennen, der gerade
alleine Neuseeland bereist. Am nächsten Tag wollen wir alle zusammen in der
Nähe vom Abel Tasman ein Mountainbike leihen, was sich aber als nicht gerade
einfach herausstellt. Deshalb verbringen wir den ersten richtig heissen Tag am
wundervollen Strand von Kaiteriteri mit relaxen und Frisbee spielen. Im netten
Campground nebenan kochen wir uns ein leckeres Curryreis.
Kajaktour
Am nächsten Tag gehen wir nach Mahrau, während Sämu eine
andere Richtung einschlägt. In Mahrau steigen wir nämlich ins flotte
Wassertaxi, welches uns an einen genialen abgelegenen Strand bringt. Dort
nehmen wir unter Anleitung von Guide Tim die Kajaks in Beschlag. Es folgt eine
Tour entlang dem Ufer im Abel Tasman Gebiet. Wir umrunden die Tonga Island und
entdecken viele Robben direkt neben uns im und am Wasser. Am späten Abend
fahren wir via Nelson in die Nähe von Picton, da unsere Fähre am Morgen früh
losfährt. Nach einer sehr kurzen Nacht geniessen wir noch kurz den wundervollen
Sonnenaufgang und machen uns dann auf den Weg Richtung Nordinsel.
Sonnenaufgang in der Nähe von Picton
Die Fahrt auf der Fähre ging trotz fast 4h recht rasch
vorbei. In Wellington sind wir mal ein bisschen am Strand rumspaziert und haben
uns die erste Parkbusse (ok 12 Dollar geht ja noch) eingefangen. Via
Aussichtspunkt auf dem Hügel sind wir dann in unser bereits gebuchtes Hostel
gefahren. Den nächsten Tag verbrachen wir mit Shopping (von verlorengegangen Gegenständen
J ) und mit einem
Museumsbesuch. Am Abend lernten wir im Pub einen Neuseeländer und ein paar
Touristen kennen… hmm..das neuseeländische Bier schmeckt uns jedenfalls
vorzüglich J
Nach 2 Nächten steuerten wir wieder die Natur an. In irgendeinem
Kaff zwischen Wellington und Napier kochten wir uns Penne. Eigentlich wollten
wir in Napier eine geführte Weintour machen. Allerdings war die einzige
angebotene Tour ausgebucht, so fuhren wir lediglich in einen Weinbetrieb und
testeten ein paar Tropfen. Da wir nun zeitlich ein bisschen voraus waren,
fuhren wir (ungeplant) direkt weiter nach Taupo.
Da die Wetterprognosen nicht soo toll waren, entschieden wir
uns gleich am Montag das Tongariro Crossing zu machen, das ist ein ca. 6
stündiger Marsch durch ein Vulkangebiet. Da wir die Kosten für den Shuttlebus
einsparen wollten, war es aber nicht wirklich ein Crossing. Um 5.15 hiess es
aufstehen und das Wetter verhiess nicht Gutes. Bereits am Anfang regnete es
durchgehend und unsere Ausrüstung war nach ca. 1 Stunde bereits pflotschnass.
Trotz dem Wetter wanderten wir bis zum Red Crater. Für mich persönlich war es
sehr eindrücklich mal direkt durch einen alten Krater zu wandern. Wir kehrten
dann aber rasch um, da es wetterbedingt nicht allzu viel zu sehen gab. Spontan
gingen wir dann in Taupo ins Thermalbad und genossen die warmen (oder teilweise
heissen) natürlichen Mineralbäder.
Tongariro "Crossing"
Den folgenden Tag verbrachten wir in Taupo und besuchten die
Crater of the Moon, ein sprudelndes Gebiet mit vielen heissen Quellen und blubbernden Schlammkratern. Grundsätzlich
dampft es in Taupo überall, zum Beispiel fanden wir einen kleinen Fluss der
kochendheiss aus dem Boden kam. Eine nette kostenlose Alternative zum
kostenpflichtigen Thermalbad…
Nun sitzen wir in Waitomo, bevor es dann in Richtung
Rotoroua und Auckland geht. Wir haben jetzt nur noch 12 Tage, unglaublich wie
schnell die Zeit vergeht…



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