Via Raglan, der Surferstadt schlechthin in Neuseeland ging
es dann nach Rotorua. Wie in Taupo dampft es auch dort aus jeder Ecke, nur ist
der Schwefelgeschmack noch viel penetranter. Da ist berüchtigte Höhle in
Schinznach noch richtig angenehm. Die Nacht verbrachten wir an einem See in der
Nähe von Rotorua. Am nächsten Tag ging es nach Bay of Plenty. Wir fanden einen
netten und relativ günstigen Campingplatz direkt am Meer. Da nutzen wir dann
endlich die Gelegenheit und sprangen in die Wellen.
In Mt. Manganui sahen wir
noch kurz die zukünftigen Olympiasieger im Beachvolleyball (Mein Tipp, Samoa
wird’s eher nicht sein) an einem Qualiturnier bevor wir nach Coromandel
einbogen. Coromandel ist bekannt für die wunderschönen Strände und wir wurden
nicht enttäuscht. Der obligate Besuch am Hot Water Beach stand natürlich auch
auf dem Programm. War doch ziemlich amüsant mit all den pensionierten
Engländern ein Loch in den Sand zu graben und dann sich im gefühlten 100 Grad
heissen und heraussprudelnden Wasser den Hintern zu verbrennen. Wir haben die
Mietkosten für die Schaufeln eingespart, dafür haben wir den doch nicht mehr ganz
so aktiven Inselbewohnern ein paar Löcher gegraben. Den paradiesischen Strand
von Cathedral Cove haben wir auch noch abgeklappert. Fazit, sehr schön aber
doch auch schon sehr überlaufen. Zum Glück ist dieser Ort nur mit einer 40
minütigen Wanderung zu erreichen, ansonsten müsste man wohl Schlage stehen. Die
nächste Nacht verbrachten wir in Port Jackson. Eigentlich nichts besonderes,
wenn da nicht diese ca. 1 stündige Anfahrt auf einem schmalen Kiesweg gewesen
wäre. Die Aussicht war einfach nur genial, aber der Boden unseres Mietwagens
hatte weniger Freude, im Moment fährt er aber noch J Es hat doch aber ziemlich
gerumpelt…
Am nächsten Tag wurden dann Auckland rasch durchquert und
wir steuerten Bay of Island an. Da wir nicht so unter Zeitdruck standen, genossen
wir es mal auszuschlafen und uns ein paar nette Strände anzusehen. Am nächsten
Morgen hiess es nämlich wieder früh aufstehen da wir eine Delfintour gebucht
hatten in Pahia. Für mich war es eine Rückkehr, hatte ich doch schon fast eine
Woche dort verbracht, bevor wir das Auto gemietet hatten. Die Tour durch Bay of
Island war wunderbar, das Wetter hat auch mitgespielt. Und auch nach wenigen
Minuten sind schon die ersten Delfine rumgeschwommen. Einer sprang sogar direkt
hinter dem Boot in der Welle – ein super Erlebnis! Auf einer hübschen Insel gab
es noch einen kurzen Stopp, bevor es wieder zurück aufs Festland ging. Dort
mussten wir dann mit Schrecken feststellen, dass wir die nächste Parkbusse
einkassiert haben. Diese Schlingel haben doch tatsächlich bemerkt dass wir 6
Stunden auf einem 60 Minuten Parkplatz gestanden sind. Nun ja, jetzt wissen
wir, dass die Kiwis auch das kontrollieren J
Wegen diesen unplanmässigen Ausgaben steuerten wir einen
gratis Campingplatz mit idyllischem Plumpsklo an, damit das Budget nicht nicht
noch mehr belastet wird. Wir nutzen aber vorher die Gelegenheit in Kawakawa
(oder so), um auf den kunstvollen öffentlichen Toiletten von Hundertwasser zu
urinieren, äh die kunstvollen Toiletten zu begutachten. Er hat bis zu seinem
Tod tatsächlich in diesem Kaff gelebt.
Dann ging es los in Richtung Cape Reinga, für mich
persönlich bereits zum zweiten Mal. Wir verbrachten auf dem Weg eine weitere kostenlose Nacht auf einem
Campingplatz im Norden und genossen ein Nachtessen am feinkörnigen Strand von
Rarawa Beach. Meistens haben wir auf diesen top ausgerüsteten (mal mehr, mal
weniger) Campingplätzen vom neuseeländischen Naturschutz übernachtet. Da
bezahlst du via Kässeli (mal mehr mal weniger J
) und da schaut auch mal ein Aufseher vorbei (mal mehr mal weniger J ). Leider war das Wetter nicht soo toll und wir
fanden am nördlichsten mit dem Auto erreichbaren Punkt von Neuseeland nur eine
weisse Nebelwand. Mit Müh und Not konnte man auf dem Parkplatz das
danebenstehende Auto erkennen. Wir fuhren wieder etwa eine Stunde südlicher und
bogen auf einen Kiesweg ein. Wir hatten gehört, dass es da einen kostenlosen
Campingplatz gab. Als erstes trafen wir allerdings nur auf eine tote Kuh mitten
auf der Strasse. Der gebührenpflichtige Campingplatz teilte uns dann mit, dass
der gratis Camping illegal sei und eh schon geschlossen ist. Allerdings fanden
wir den Platz trotzdem und die dort wohnhafte Familie offerierte uns den top ausgerüsteten
Camping (heisse Dusche, Küche, etc..) kostenlos zur Verfügung. Mit den
ebenfalls anwesenden zwei deutschen Pärchen genossen wir noch den zweitletzten
Abend mit dem Spaceship.
Am nächsten Tag versuchten wir es nochmals mit dem Cape und
wir erwischten einen super sonnigen Tag. Die Nacht verbrachten wir dann wieder
in der Nähe von Kawakawa damit der Weg nach Auckland am nächsten Tag nicht so
lange sein wird. Lustigerweise trafen wir dort wieder das eine deutsche
Pärchen. Nach einer letzten Nacht und einer rasanten Fahrt nach Auckland (da
wir in irgendeinem Kaff von käserollenden Bauern aufgehalten wurden J ) gaben wir mehr oder
weniger pünktlich in Auckland unsere Rakete ab. Schlussendlich haben wir fast
7500km zurückgelegt in diesen 34 Tagen. Wir haben fast alle Teile von
Neuseeland gesehen. Mit persönlich hat es sehr gut gefallen, interessant wie
dieses Land alles zu bieten hat. Strände, Regenwald, Berge, Gletscher, Vulkane,
Höhlen und geniale Landschaften. Diese 5 Wochen mit Sven waren absolut genial,
ich freue mich jetzt aber trotzdem riesig auf Australien.
Die letzten Tage haben wir noch zusammen in Auckland
verbracht, mich kann die Stadt aber immer noch nicht wirklich begeistern. Da
wir zwei angefressene Wanderfreunde sind, entschlossen wir uns dann, fast 4
Stunden auf der nahegelegenen Vulkaninsel rumzuwandern J Diese Insel eignet sich absolut um in kurzer
Zeit (25 Minuten Fahrt) der Stadt zu entfliehen.
Am Dienstag haben sich dann leider unsere Wege getrennt.
Sven fliegt via Sydney nach Fiji und ich sitze im Moment im Flugzeug nach
Melbourne und schreibe diese Zeilen bei wunderbarem Sonnenschein. Bis Bald!
Jetzt sind ALLE Bilder von Neuseeland online:




Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen