Dienstag, 28. Februar 2012

12.2.12 – 28.2.12 Waitomo – Coromandel – Northland - Auckland

Nach einer kurzen Nacht standen wir noch ziemlich verschlafen vor einer Höhle in der Umgebung von Waitomo. Wir haben eine Blackwater Rafting Tour gebucht. Unser Guide Rudy, wie sich im Nachhinein herausstellte von Hawaii, fuhr uns zu einem spektakulären Höhlensystem. Zuerst wurden wir 27m tief in eine Höhle abgeseilt, dann mit einem LKW Reifen durch einen unterirdischen Fluss geleitet, durch sauknappe Spalten gejagt bevor wir dann den genialen Ausblick auf Millionen von Glühwürmchen begutachten durften. Das war ziemlich eindrücklich, wie ein gigantischer Sternenhimmel. Rudy will mir in Hawaii noch einen Empfang mit Blumenkränzen organisieren, mal schauen ob es wirklich soweit kommt J

Via Raglan, der Surferstadt schlechthin in Neuseeland ging es dann nach Rotorua. Wie in Taupo dampft es auch dort aus jeder Ecke, nur ist der Schwefelgeschmack noch viel penetranter. Da ist berüchtigte Höhle in Schinznach noch richtig angenehm. Die Nacht verbrachten wir an einem See in der Nähe von Rotorua. Am nächsten Tag ging es nach Bay of Plenty. Wir fanden einen netten und relativ günstigen Campingplatz direkt am Meer. Da nutzen wir dann endlich die Gelegenheit und sprangen in die Wellen.

In Mt. Manganui sahen wir noch kurz die zukünftigen Olympiasieger im Beachvolleyball (Mein Tipp, Samoa wird’s eher nicht sein) an einem Qualiturnier bevor wir nach Coromandel einbogen. Coromandel ist bekannt für die wunderschönen Strände und wir wurden nicht enttäuscht. Der obligate Besuch am Hot Water Beach stand natürlich auch auf dem Programm. War doch ziemlich amüsant mit all den pensionierten Engländern ein Loch in den Sand zu graben und dann sich im gefühlten 100 Grad heissen und heraussprudelnden Wasser den Hintern zu verbrennen. Wir haben die Mietkosten für die Schaufeln eingespart, dafür haben wir den doch nicht mehr ganz so aktiven Inselbewohnern ein paar Löcher gegraben. Den paradiesischen Strand von Cathedral Cove haben wir auch noch abgeklappert. Fazit, sehr schön aber doch auch schon sehr überlaufen. Zum Glück ist dieser Ort nur mit einer 40 minütigen Wanderung zu erreichen, ansonsten müsste man wohl Schlage stehen. Die nächste Nacht verbrachten wir in Port Jackson. Eigentlich nichts besonderes, wenn da nicht diese ca. 1 stündige Anfahrt auf einem schmalen Kiesweg gewesen wäre. Die Aussicht war einfach nur genial, aber der Boden unseres Mietwagens hatte weniger Freude, im Moment fährt er aber noch J Es hat doch aber ziemlich gerumpelt…



Am nächsten Tag wurden dann Auckland rasch durchquert und wir steuerten Bay of Island an. Da wir nicht so unter Zeitdruck standen, genossen wir es mal auszuschlafen und uns ein paar nette Strände anzusehen. Am nächsten Morgen hiess es nämlich wieder früh aufstehen da wir eine Delfintour gebucht hatten in Pahia. Für mich war es eine Rückkehr, hatte ich doch schon fast eine Woche dort verbracht, bevor wir das Auto gemietet hatten. Die Tour durch Bay of Island war wunderbar, das Wetter hat auch mitgespielt. Und auch nach wenigen Minuten sind schon die ersten Delfine rumgeschwommen. Einer sprang sogar direkt hinter dem Boot in der Welle – ein super Erlebnis! Auf einer hübschen Insel gab es noch einen kurzen Stopp, bevor es wieder zurück aufs Festland ging. Dort mussten wir dann mit Schrecken feststellen, dass wir die nächste Parkbusse einkassiert haben. Diese Schlingel haben doch tatsächlich bemerkt dass wir 6 Stunden auf einem 60 Minuten Parkplatz gestanden sind. Nun ja, jetzt wissen wir, dass die Kiwis auch das kontrollieren J



Wegen diesen unplanmässigen Ausgaben steuerten wir einen gratis Campingplatz mit idyllischem Plumpsklo an, damit das Budget nicht nicht noch mehr belastet wird. Wir nutzen aber vorher die Gelegenheit in Kawakawa (oder so), um auf den kunstvollen öffentlichen Toiletten von Hundertwasser zu urinieren, äh die kunstvollen Toiletten zu begutachten. Er hat bis zu seinem Tod tatsächlich in diesem Kaff gelebt.

Dann ging es los in Richtung Cape Reinga, für mich persönlich bereits zum zweiten Mal. Wir verbrachten auf dem Weg  eine weitere kostenlose Nacht auf einem Campingplatz im Norden und genossen ein Nachtessen am feinkörnigen Strand von Rarawa Beach. Meistens haben wir auf diesen top ausgerüsteten (mal mehr, mal weniger) Campingplätzen vom neuseeländischen Naturschutz übernachtet. Da bezahlst du via Kässeli (mal mehr mal weniger J ) und da schaut auch mal ein Aufseher vorbei (mal mehr mal weniger J ).  Leider war das Wetter nicht soo toll und wir fanden am nördlichsten mit dem Auto erreichbaren Punkt von Neuseeland nur eine weisse Nebelwand. Mit Müh und Not konnte man auf dem Parkplatz das danebenstehende Auto erkennen. Wir fuhren wieder etwa eine Stunde südlicher und bogen auf einen Kiesweg ein. Wir hatten gehört, dass es da einen kostenlosen Campingplatz gab. Als erstes trafen wir allerdings nur auf eine tote Kuh mitten auf der Strasse. Der gebührenpflichtige Campingplatz teilte uns dann mit, dass der gratis Camping illegal sei und eh schon geschlossen ist. Allerdings fanden wir den Platz trotzdem und die dort wohnhafte Familie offerierte uns den top ausgerüsteten Camping (heisse Dusche, Küche, etc..) kostenlos zur Verfügung. Mit den ebenfalls anwesenden zwei deutschen Pärchen genossen wir noch den zweitletzten Abend mit dem Spaceship.

Am nächsten Tag versuchten wir es nochmals mit dem Cape und wir erwischten einen super sonnigen Tag. Die Nacht verbrachten wir dann wieder in der Nähe von Kawakawa damit der Weg nach Auckland am nächsten Tag nicht so lange sein wird. Lustigerweise trafen wir dort wieder das eine deutsche Pärchen. Nach einer letzten Nacht und einer rasanten Fahrt nach Auckland (da wir in irgendeinem Kaff von käserollenden Bauern aufgehalten wurden J ) gaben wir mehr oder weniger pünktlich in Auckland unsere Rakete ab. Schlussendlich haben wir fast 7500km zurückgelegt in diesen 34 Tagen. Wir haben fast alle Teile von Neuseeland gesehen. Mit persönlich hat es sehr gut gefallen, interessant wie dieses Land alles zu bieten hat. Strände, Regenwald, Berge, Gletscher, Vulkane, Höhlen und geniale Landschaften. Diese 5 Wochen mit Sven waren absolut genial, ich freue mich jetzt aber trotzdem riesig auf Australien.



Die letzten Tage haben wir noch zusammen in Auckland verbracht, mich kann die Stadt aber immer noch nicht wirklich begeistern. Da wir zwei angefressene Wanderfreunde sind, entschlossen wir uns dann, fast 4 Stunden auf der nahegelegenen Vulkaninsel rumzuwandern J  Diese Insel eignet sich absolut um in kurzer Zeit (25 Minuten Fahrt) der Stadt zu entfliehen.

Am Dienstag haben sich dann leider unsere Wege getrennt. Sven fliegt via Sydney nach Fiji und ich sitze im Moment im Flugzeug nach Melbourne und schreibe diese Zeilen bei wunderbarem Sonnenschein. Bis Bald!

Jetzt sind ALLE Bilder von Neuseeland online:

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