Donnerstag, 19. Juli 2012

10.7.12 – 19.7.12 Hawaii – Los Angeles – San Francisco

Mein Flug startete um Dienstagabend Mitternacht (inkl. einem kurzen Zwischenhalt in Kiribati/Christmas Island)  und ich war am Dienstagmorgen in Hawaii – Datumsgrenze sei Dank. Im Ersten Moment dachte ich, ich sei in Asien gelandet. Hunderte wen nicht tausende Asiaten warteten am Zoll auf die Einreise in Amerika. Sogar die Mitarbeiter hinter dem Schalter waren asiatischer Abstammung. Nach 2 Stunden anstehen ging es dann ganz fix: Keine dumme Frage – Stempel und ich war in Amerika. Dann folgte der zweite grosse Schock. So viele Leute. Ich habe seit Monaten nicht mehr so viele (gestresste) Leute gesehen. Auf dem Weg ins Hostel ging es weiter. Ampeln, Strassen ohne Löcher, Fussgängerstreifen, Busse mit Fenstern, etc. Alles Sachen, die ich seit mehr als 2 Monaten nicht mehr gesehen habe J Und ich vermisste Fidschi schon…Die ersten Stunden waren echt hart…!

Am nächsten Tag konnte ich mich überwinden und ich besuchte per Bus Hanauma Bay. Eine wunderschöne Bucht mit sichtbarem Korallenriff. Da aber Regenwolken aufzogen verzichtete ich auf die Strand-Eintrittsgebühr und beliess es beim Fotografieren aus der Distanz. In einem völlig überteuerten Supermarkt konnte ich dann doch auch noch etwas anderes als Fastfood kaufen. Komischerweise war Honolulu überfüllt mit Deutschschweizern. Das Zimmer habe ich mit zwei Ostschweizern geteilt und auf der Strasse hörte man die ganze Zeit Schweizerdeutsch. Am Abend genoss ich noch eine Hula (Nein nicht Bula) Show am berühmten Waikiki Strand. Da der Northshore um einiges schöner sein soll, begab ich mich am Donnerstag mit dem Bus in diese Richtung. Den ersten Stopp machte ich am Turtle-Beach. Da krochen  duzende von Riesenschildkröten aus dem Wasser und sonnten sich am Strand. Zu Fuss ging es dann zu Waimea Beach, einem anderen wunderschönen Strand mit einem grossen Felsen (zum Klippenspringen). Damit ich nicht wieder denselben Weg zurück muss, umrundete ich spontan die ganze Insel per Bus, schlappe 2.5 USD kostet der Spass pro Fahrt J.

Waimea Beach Hawaii
Den folgenden Tag verbrachte ich mehrheitlich in kostenlosen Sightseeing-Bussen, Einkaufscentern und am Strand. Um mich (nach Monaten sportlicher Untätigkeit) wieder einmal ein bisschen zu bewegen, entschloss ich mich auf den Diamond Head zu wandern. Okey, war mehr eine Wanderautobahn mit breiten Wegen und hunderten von Touristen. Egal, bin trotzdem ziemlich ins Schwitzen gekommen aber es hat sich gelohnt:  Die Aussicht auf dem „Gipfel“  war dann genial. Dann hiess es auch schon wieder Abschied nehmen von Hawaii. Nachdem mich der örtliche Taxi Shuttle noch ausgeraubt hatte (Ticket verkauft – mich aber nicht abgeholt) ging es mit dem normalen Taxi (nochmals 40 USD grrr)zum Flughafen. Da mein Flug ziemlich früh war verbrachte ich die Nacht am Flughafen.

American Airlines brachte mich schliesslich sicher nach Los Angeles. Da mein Verbindungsflug um 2 Stunden verspätet war, hatte ich insgesamt 4h Zeit, den Flughafen von LA zu inspizieren J Am Montagabend kam ich schliesslich doch noch in San Francisco an. Das Hostel instruierte auch sofort, dass man auf der Strasse vor dem Hostel nicht nach rechts gehen soll, sondern die nächste Strasse nehmen soll, danke J Am nächsten Morgen sah ich dann auch wieso. Das Hostel ist nämlich inmitten des Obdachlosenquartiers gelegen. Okey, nach dem ersten Tag musste ich dann feststellen, dass es in der ganzen Stadt unglaublich viele Penner gibt und es fast überall nach Pi…äh Toilette riecht. San Francisco ist ja für seine liberale Haltung, war dann aber doch ziemlich überrascht, wie krass es wirklich ist. Habe aber insgesamt einen sehr guten Eindruck von der Stadt, hübsche Quartiere, nette Atmosphäre und….Cablecars! A propos Cablecars, zufälligerweise bin ich direkt an einen „Unfall“ gelaufen. Ein Tram musste wegen einem Auto in einer Steigung stoppen, beim Rückwärtsfahren wurde offenbar ein Notstopp ausgelöst und viele Leute sind quer durch das relativ offene Tram geflogen. Ausser ein paar Platzwunden ist glücklicherweise nicht viel passiert, das Tram war aber entgleist. Trotzdem habe ich mir auch noch eine Fahrt auf diesen kultigen Objekten geleistet, war ganz nett, zudem musste ich nicht die ganze Steigung zu meinem Hostel zurücklaufen.

 Logischerweise spazierte ich auch noch einmal über die weltberühmte Golden Gate Brücke, besuchte die Piers am Hafen unten und fuhr mit dem Bus durch das legendäre Hippie-Quartier. Nach etlichen Hamburgern und Ice-Creams heisst es nun Abschied nehmen von meiner ersten Station auf dem amerikanischen Festland. Über Nacht geht es nach New York, wo ich aber zuerst 3h südlich in der Schokoladenhauptstadt Amerikas  noch eine Kollegin besuchen werde, bevor dann Big Apple erkundet wird. Bis Bald!
Golden Gate Bridge

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