Montag, 18. Juni 2012

22.5 – 31.5.12 Nadi – Yasawas – Nadi

Am Dienstagmorgen ging es dann mit dem Yasawa Flyer, ein grosser Katamaran mit Platz für über 100 Leute in Richtung Yasawa Inselgruppe. Der erste Stopp folgte auf South Sea Island. Es handelt sich um die kleinste Insel mit einem Ressort in dieser Region, die Insel kann cirka in 3 Minuten umrundet werden. Nach einem genialen Grill-Mittagessen war dann Schnorcheln angesagt. Immer wieder beeindruckend, was man da alles sehen kann. Zusätzlich hatten die auch noch ein kostenloses U-Boot, mit dem konnte man die Untergrundwelt mal auf eine andere Art erkunden. Nachdem alle Tagestouristen die Insel verlassen hatten, wurde es dann am Abend auch ein bisschen ruhiger.  Nach einem weiteren genialen Nachtessen wurde dann mit der ganzen Insel  (ca. 15 Leute) UNO gespielt. Dazwischen gewann meine Krabbe noch ein Bier mit einem zweiten Rang im Krabbenrennen J Einer vom Staff suchte ein paar Krabben, man sucht sich eine (flinke) Krabbe aus und schreibt seine Nummer auf den Rücken. Gestartet wird in der Mitte eines Kreises, die Krabbe wo den Kreis als erstes verlässt gewinnt.
Um 9 Uhr morgens musste ich dann bereits wieder auf die Fähre, um auf die Insel Bounty zu gelangen. Die Insel war in Sichtweite und somit nur ca. 5 Minuten entfernt bei Boot. Bounty besitzt einen wunderbaren Strand und viele Liegestühle um zu relaxen. Vielmehr kann man da nicht machen, deshalb hatte es auch da fast nur Pärchen in diesem Ressort. Das Essen war jedoch wieder mal vorzüglich und am Abend spielte ich mit Amy aus Australien und zwei Belgierinnen Volleyball bis es dunkel war. Der nächste Stopp war wiederum nur ein paar Minuten entfernt – Beachcomber! Diese Insel hat ein bisschen der Ruf einer Partyinsel. Nun ja, das Essen war für mich das Highlight. Die Insel ist mit über 300 Betten ausgestattet, das Frischwasser muss mit Booten von der Hauptinsel gebracht werden. Ich persönlich finde, die Insel ist nicht wirklich gemacht für diesen Massentourismus, das ist ein bisschen Schade. Somit ging es dann am nächsten Tag weiter nach Kuata. Die Fähre fährt insgesamt über 20 verschiedene Inseln und Ressorts an. Die Fähre stoppt in der Nähe der Insel, von dort wird man dann mit kleinen Nussschalen abgeholt. Der Empfang in Kuata war so unglaublich nett, der gesamte Staff vom Hostel spielte den mittlerweile vielgehörten Bula Song. Das Hostel gehört dem Village nebenan und wird auch nur von Leuten aus dem Village geführt. Zusammen mit Amy, die ich auf dem Boot wieder traf, machte ich noch vor dem Essen eine Bootstour um die Insel. Neben kristallklarem Wasser und vielen bunten Fischen sahen wir auch den Felsen, wo der Film Castaway mit Tom Hanks gedreht wurde. Am Nachmittag gingen wir per Boot ins nahegelegene Village. Abgesehen vom Dorf besuchten wir auch noch die Schule. Zudem fand auch wieder mal ein Rugby Spiel zwischen zwei Dörfern statt, immer wieder lustig. Auf dem Rückweg fuhren wir wieder mal in einen Sturm, aber ich kenne das ja bereits J Den geplanten Sonnenuntergangsmarsch auf den kleinen Berg verpassten wir somit, der Abend wurde dann halt mit fidschianischen Volkstänzen aufgepeppt. Am nächsten Tag  folgte dann mein absolutes Fidschi Highlight – Hai-Schnorcheln. Ich finde es ist der falsche Ausdruck, es ist mehr Haikuscheln. Nach einer 30-minütigen Fahrt zum Reef sprangen wir sofort ins Wasser. Und schon nach wenigen Minuten schwamm der erste Hai (Keine Angst, es handelt sich um ungefährliche Riff-Haie) in meine Richtung. Ich muss zugeben, im ersten Moment ist das schon ziemlich beeindruckend. Es wurde aber noch besser als der Guide vom Hostel begann die Haie zu schnappen und Sie uns in die Hände drückte. Ein unglaubliches Erlebnis einen Hai in den Händen zu halten und ein bisschen mit ihm mitzuschwimmen. Die kleinen Riffhaie waren vielleicht so 1m lang, am Boden schwamm jedoch ein grosser (schwangerer) Hai, vielleicht so 1,5 bis 2 Meter. Einfach nur eindrücklich! Zum Schluss schwammen dann 8 kleine Haie um uns herum. Dann ging es leider wieder zurück.
 Auf der Fähre buchte ich eine Nacht auf Barefoot Island. Da ich einen sogenannten Bulapass besass, konnte ich jeweils im „Reisebüro“ auf dem Boot ein Hostel auswählen. Die Barefoot Lodge ist wohl die populärste Unterkunft im ganzen Yasawa Gebiet, alle wollen dahin und deshalb ist es auch immer wieder ausgebucht. Lustigerweise traf ich auf der Fähre auch wieder auf Tom und Paul, die zufälligerweise auch Barefoot gebucht hatten. Da verstand ich dann auch, wieso das Ressort so populär ist. Die Mitarbeiter sind so nett, das Essen sehr lecker und die Lage ist einfach nur perfekt: Die Insel besitzt einen Strand für Sonnenuntergang und einen anderen für Sonnenaufgang. Zusätzlich ist es ein Top Schnorchelspot und in der richtigen Saison kann  man sogar die riesigen Mantarochen sehen – wir hatten jedoch kein Glück. War auch egal, wir hatten einfach nur eine tolle Gruppe, Leute aus 15 verschiedenen Ländern. Ich blieb dann auch eine zweite Nacht bevor es weiterging ganz nach oben zu Nacula Island. Ich gönnte mir da dann eine Nacht in einem edleren Ressort. Am Abend holte ich dann den Sonnenuntergangs-Spaziergang  nach, den ich auf Kuata noch verpasst hatte. Der Hügel war sogar noch ein bisschen höher und man konnte eine geniale Rundsicht auf all die verschiedenen Inseln geniessen. Am nächsten Morgen besuchte ich ein Unterwasserhöhlensystem. Man musste unter einem Felsen durchtauchen, damit man die Höhle  erreichte. Am Anfang war es ein bisschen komisch einfach ins Nichts zu tauchen, schlussendlich war es aber ganz lustig. Da ich die einfacheren Unterkünfte vorziehe, wechselte ich das Ressort und ich wurde, natürlich per Nusschale, in ein anderes Ressort auf der anderen Seite gebracht. Dort traf ich wieder auf Nina, die ich auch schon mal im Bamboo Hostel in Nadi getroffen habe. Ich schlug vor zu einer kleinen Insel  zu spazieren, da ich dort am Vortag schon kurz war und es einfach nur wunderschön ist. Eben, das lustige ist, bei Ebbe kann man zu dieser Insel laufen. Das Wasser ist nur ca. 20 cm tief und kristallklar. Es ist nicht wirklich eine Insel, mehr eine Sandbank. Aber es wirkt wie eine kleine Insel, und es ist mit Abstand die kleinste Insel die ich je gesehen habe in meinem Leben – Durchmesser 3 Meter, da ist nicht mal Platz für eine Kokospalme.  Das Wasser ist so klar, der Sand so fein, ich würde sagen einer der schönsten Plätze in Fidschi. Wir verbrachten den ganzen Nachmittag da, einfach nur genial in diesem knietiefen Wasser zu liegen. Glücklicherweise ist die Insel ziemlich unbekannt und somit ganz ruhig und erholsam. Am nächsten Morgen ging es per Boot zur berühmten Blue Lagoon. Ich würde sagen es ist der beste Schnorchelspot den ich je gesehen habe, besser als das Great Barrier Reef in Australien. Fische in allen Grössen und Farben, ein unberührtes Reef und das Beste, der Schnorchelspot ist vom Strand aus erreichbar. Dann hiess es Abschied nehmen von Nacula Island und es ging retour Richtung Nadi. Ich hatte jedoch noch eine letzte Nacht und buchte spontan nochmals auf Kuata, um das Haischnorcheln zu wiederholen. Doch wieder mal kam alles anders. Auf dem Boot traf ich die ganze Gruppe von Barefoot wieder. Da die alle nach Beachcomber gingen, entschied ich mich nochmals dahinzugehen, obwohl es nicht wirklich meine Favoriteninsel ist. Wir hatten nochmals einen richtig lustigen Abend, bevor die meisten dann Fidschi verlassen haben. Ich freute mich aber dann nach 10 Tagen, wieder zurück ins Bamboo Hostel zu gehen, es ist ein bisschen meine Familie geworden….


Yasawas

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