Am Dienstagmorgen ging es dann mit dem Yasawa Flyer, ein
grosser Katamaran mit Platz für über 100 Leute in Richtung Yasawa Inselgruppe.
Der erste Stopp folgte auf South Sea Island. Es handelt sich um die kleinste
Insel mit einem Ressort in dieser Region, die Insel kann cirka in 3 Minuten
umrundet werden. Nach einem genialen Grill-Mittagessen war dann Schnorcheln
angesagt. Immer wieder beeindruckend, was man da alles sehen kann. Zusätzlich
hatten die auch noch ein kostenloses U-Boot, mit dem konnte man die
Untergrundwelt mal auf eine andere Art erkunden. Nachdem alle Tagestouristen
die Insel verlassen hatten, wurde es dann am Abend auch ein bisschen ruhiger. Nach einem weiteren genialen Nachtessen wurde
dann mit der ganzen Insel (ca. 15 Leute)
UNO gespielt. Dazwischen gewann meine Krabbe noch ein Bier mit einem zweiten
Rang im Krabbenrennen J
Einer vom Staff suchte ein paar Krabben, man sucht sich eine (flinke) Krabbe
aus und schreibt seine Nummer auf den Rücken. Gestartet wird in der Mitte eines
Kreises, die Krabbe wo den Kreis als erstes verlässt gewinnt.
Um 9 Uhr morgens musste ich dann bereits wieder auf die
Fähre, um auf die Insel Bounty zu gelangen. Die Insel war in Sichtweite und
somit nur ca. 5 Minuten entfernt bei Boot. Bounty besitzt einen wunderbaren
Strand und viele Liegestühle um zu relaxen. Vielmehr kann man da nicht machen,
deshalb hatte es auch da fast nur Pärchen in diesem Ressort. Das Essen war
jedoch wieder mal vorzüglich und am Abend spielte ich mit Amy aus Australien
und zwei Belgierinnen Volleyball bis es dunkel war. Der nächste Stopp war
wiederum nur ein paar Minuten entfernt – Beachcomber! Diese Insel hat ein
bisschen der Ruf einer Partyinsel. Nun ja, das Essen war für mich das
Highlight. Die Insel ist mit über 300 Betten ausgestattet, das Frischwasser
muss mit Booten von der Hauptinsel gebracht werden. Ich persönlich finde, die
Insel ist nicht wirklich gemacht für diesen Massentourismus, das ist ein
bisschen Schade. Somit ging es dann am nächsten Tag weiter nach Kuata. Die
Fähre fährt insgesamt über 20 verschiedene Inseln und Ressorts an. Die Fähre
stoppt in der Nähe der Insel, von dort wird man dann mit kleinen Nussschalen
abgeholt. Der Empfang in Kuata war so unglaublich nett, der gesamte Staff vom
Hostel spielte den mittlerweile vielgehörten Bula Song. Das Hostel gehört dem
Village nebenan und wird auch nur von Leuten aus dem Village geführt. Zusammen
mit Amy, die ich auf dem Boot wieder traf, machte ich noch vor dem Essen eine
Bootstour um die Insel. Neben kristallklarem Wasser und vielen bunten Fischen sahen
wir auch den Felsen, wo der Film Castaway mit Tom Hanks gedreht wurde. Am
Nachmittag gingen wir per Boot ins nahegelegene Village. Abgesehen vom Dorf
besuchten wir auch noch die Schule. Zudem fand auch wieder mal ein Rugby Spiel
zwischen zwei Dörfern statt, immer wieder lustig. Auf dem Rückweg fuhren wir
wieder mal in einen Sturm, aber ich kenne das ja bereits J Den geplanten
Sonnenuntergangsmarsch auf den kleinen Berg verpassten wir somit, der Abend
wurde dann halt mit fidschianischen Volkstänzen aufgepeppt. Am nächsten
Tag folgte dann mein absolutes Fidschi
Highlight – Hai-Schnorcheln. Ich finde es ist der falsche Ausdruck, es ist mehr
Haikuscheln. Nach einer 30-minütigen Fahrt zum Reef sprangen wir sofort ins
Wasser. Und schon nach wenigen Minuten schwamm der erste Hai (Keine Angst, es
handelt sich um ungefährliche Riff-Haie) in meine Richtung. Ich muss zugeben,
im ersten Moment ist das schon ziemlich beeindruckend. Es wurde aber noch
besser als der Guide vom Hostel begann die Haie zu schnappen und Sie uns in die
Hände drückte. Ein unglaubliches Erlebnis einen Hai in den Händen zu halten und
ein bisschen mit ihm mitzuschwimmen. Die kleinen Riffhaie waren vielleicht so
1m lang, am Boden schwamm jedoch ein grosser (schwangerer) Hai, vielleicht so
1,5 bis 2 Meter. Einfach nur eindrücklich! Zum Schluss schwammen dann 8 kleine
Haie um uns herum. Dann ging es leider wieder zurück.
Auf der Fähre buchte ich
eine Nacht auf Barefoot Island. Da ich einen sogenannten Bulapass besass,
konnte ich jeweils im „Reisebüro“ auf dem Boot ein Hostel auswählen. Die
Barefoot Lodge ist wohl die populärste Unterkunft im ganzen Yasawa Gebiet, alle
wollen dahin und deshalb ist es auch immer wieder ausgebucht. Lustigerweise
traf ich auf der Fähre auch wieder auf Tom und Paul, die zufälligerweise auch
Barefoot gebucht hatten. Da verstand ich dann auch, wieso das Ressort so
populär ist. Die Mitarbeiter sind so nett, das Essen sehr lecker und die Lage
ist einfach nur perfekt: Die Insel besitzt einen Strand für Sonnenuntergang und
einen anderen für Sonnenaufgang. Zusätzlich ist es ein Top Schnorchelspot und
in der richtigen Saison kann man sogar
die riesigen Mantarochen sehen – wir hatten jedoch kein Glück. War auch egal,
wir hatten einfach nur eine tolle Gruppe, Leute aus 15 verschiedenen Ländern.
Ich blieb dann auch eine zweite Nacht bevor es weiterging ganz nach oben zu
Nacula Island. Ich gönnte mir da dann eine Nacht in einem edleren Ressort. Am Abend
holte ich dann den Sonnenuntergangs-Spaziergang
nach, den ich auf Kuata noch verpasst hatte. Der Hügel war sogar noch
ein bisschen höher und man konnte eine geniale Rundsicht auf all die
verschiedenen Inseln geniessen. Am nächsten Morgen besuchte ich ein
Unterwasserhöhlensystem. Man musste unter einem Felsen durchtauchen, damit man
die Höhle erreichte. Am Anfang war es
ein bisschen komisch einfach ins Nichts zu tauchen, schlussendlich war es aber
ganz lustig. Da ich die einfacheren Unterkünfte vorziehe, wechselte ich das
Ressort und ich wurde, natürlich per Nusschale, in ein anderes Ressort auf der
anderen Seite gebracht. Dort traf ich wieder auf Nina, die ich auch schon mal
im Bamboo Hostel in Nadi getroffen habe. Ich schlug vor zu einer kleinen Insel zu spazieren, da ich dort am Vortag schon
kurz war und es einfach nur wunderschön ist. Eben, das lustige ist, bei Ebbe
kann man zu dieser Insel laufen. Das Wasser ist nur ca. 20 cm tief und kristallklar.
Es ist nicht wirklich eine Insel, mehr eine Sandbank. Aber es wirkt wie eine
kleine Insel, und es ist mit Abstand die kleinste Insel die ich je gesehen habe
in meinem Leben – Durchmesser 3 Meter, da ist nicht mal Platz für eine
Kokospalme. Das Wasser ist so klar, der
Sand so fein, ich würde sagen einer der schönsten Plätze in Fidschi. Wir
verbrachten den ganzen Nachmittag da, einfach nur genial in diesem knietiefen
Wasser zu liegen. Glücklicherweise ist die Insel ziemlich unbekannt und somit
ganz ruhig und erholsam. Am nächsten Morgen ging es per Boot zur berühmten Blue
Lagoon. Ich würde sagen es ist der beste Schnorchelspot den ich je gesehen
habe, besser als das Great Barrier Reef in Australien. Fische in allen Grössen
und Farben, ein unberührtes Reef und das Beste, der Schnorchelspot ist vom
Strand aus erreichbar. Dann hiess es Abschied nehmen von Nacula Island und es
ging retour Richtung Nadi. Ich hatte jedoch noch eine letzte Nacht und buchte
spontan nochmals auf Kuata, um das Haischnorcheln zu wiederholen. Doch wieder
mal kam alles anders. Auf dem Boot traf ich die ganze Gruppe von Barefoot
wieder. Da die alle nach Beachcomber gingen, entschied ich mich nochmals
dahinzugehen, obwohl es nicht wirklich meine Favoriteninsel ist. Wir hatten
nochmals einen richtig lustigen Abend, bevor die meisten dann Fidschi verlassen
haben. Ich freute mich aber dann nach 10 Tagen, wieder zurück ins Bamboo Hostel
zu gehen, es ist ein bisschen meine Familie geworden….
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