Auf dem Flug von Auckland nach Christchurch konnte man bereit erahnen, welch wunderbare Natur uns in den nächsten Wochen erwarten wird. Zuerst folgte allerdings mal ein Schock. Ich wusste dass Christchurch vor einem Jahr heftig vom Erdbeben getroffen wurde. Aber dass es dann ein Jahr später immernoch so aussieht als wäre es gestern passiert, hat mich dann doch ziemlich überrascht. Die Innenstadt ist komplett abgesperrt, als ich ankam habe ich keinen einzigen Mensch auf der Strasse gesehen, ich fühlte mich in einer Geisterstadt. In einem Pub fand ich dann ein bisschen leben und etwas zu essen :)
Am nächsten Tag habe ich dann Sven am Flughafen abgeholt und wir liessen den Abend im selben Pub ausklingen...
Da es in Christchurch nicht wirklich viel zu sehen gibt haben wir die meiste Zeit mit Internet, Reiseplanung und relaxen verbracht. Offenbar gab es auch wieder ein paar Erdbeben, gespührt haben wir diese aber nicht wirklich. Am Montag haben wir dann endlich unser Spaceship geholt. Zuerst wurde mal ein Einkaufscenter angesteuert bevor es Richtung Akaroa gind, die Halbinsel in der Nähe von Christchurch. Nach einer längeren Suche und abwägen ob wir auf einen Camping bleiben wollen, fanden wir hoch oben in den Bergen einen einsamen Platz. Die Aussicht war genial! Auf einer Seite das Meer, auf der anderen Seite einen wunderbar schönen blaueingefärbten See. Allerdings war es etwas kalt und windig. Das hat uns aber nicht davon abgehalten auf dem Gaskocher draussen Fajitas zuzubereiten. Der vorbeifahrende Jäger (oder was auch immer) fand es jedenfalls zimlich lustig :)
Am folgenden Tag steuerten wir in Richtung Süden, und fanden in der nähe von Geraldine einen seeehr einsahmen Campingplatz for Free mit einem netten Plumpsklo. Ausser einer einheimischen Kiffer Ehepaar und einer anderen Familie waren wir da alleine. Die allerersten Menschen die wir aber da getroffen haben, war eine ausgewanderte Familie aus dem Tessin, die gerade am picknicken waren. Die Welt (oder die Schweiz?) ist definitiv zu klein :)
Am Mittwoch sind wir dann früh aufgestanden und haben dann um 9 Uhr beim Lake Tekapo unser Frühstück gegessen. Die Farbe dieses Sees ist einfach unglaublich. Schon fast ein bisschen kitschig. Wir buchten dann spontan eine Bootstour auf dem Lake Tasman, ein Gletschersee am Fusse des Mount Cooks, der höchste Berg von Neuseeland. War genial, mal auf einem See dieser Art herumzukurven und riesige Eisbrocken zu berühren. Der See war übrigens 3° warm...bzw kalt. Die nächste Nacht verbrachten wir dann in der Nähe von Twizel auf einer abgelegenen Strasse direkt an einem Fluss. Der Sonnenaufgang um 7 Uhr war dann einfach nur genial!
Wir fuhren danach in Richtung Oamaru wo wir momentan auf einem Campingplatz stehen. Die warme Dusche nach paar Tagen in der Natur hat doch richtig gut getan. Am Abend wollten wir noch ein paar Pinguine beobachten, allerdings hat sich keiner aus dem Wasser getraut. Ok, war auch ein ziemliches Sauwetter...
Heute geht es jetzt nach Dunedin, wo wir uns für einmal ein Hostel leisten werden...
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